Schütze das Herz des Amazonas

Das Herz des Amazonas ist bedroht. Ein neues Staudamm-Projekt mit über 40 Dämmen könnte große Teile um den Tapajós-Fluss fluten und dabei die Heimat der indigenen Völker und seltener Tierarten zerstören.

Eine indigene Gemeinde, die Munduruku, wehren sich gegen das Vorhaben. Sie brauchen Menschen auf der ganzen Welt, die sie dabei unterstützen. Sie fordern von der brasilianischen Regierung die öffentliche Anerkennung ihres angestammten Landes, damit sie jene Unternehmen, die an der Planung des neuen Staudammes beteiligt sind, von der weitreichenden Zerstörung der Urwälder abhalten können.

Wenn sich Tausende von Menschen auf der ganzen Welt hinter die Munduruku stellen, bilden wir eine virtuelle Menschenkette, die ihr traditionelles Land umschließt. So senden wir ein starkes Signal an die brasilianische Regierung und internationale Unternehmen: Das Herz des Amazonas muss geschützt werden!

Wirst du die Munduruku unterstützen?

Stehe hinter den Munduruku, um ihre Heimat, den Amazonas-Regenwald, zu schützen!

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Gebiet der
Munduruku
Gebiet der Munduruku

Staudämme sind keine saubere Energiequelle

Wasserkraft durch Staudämme scheint auf den ersten Blick eine saubere Energiequelle zu sein - aber sie sind tatsächlich weit davon entfernt. Internationale Unternehmen wie Siemens oder General Electric sind bereit, am Bau des ersten und größten geplanten Staudamms, den Sâo-Luiz-do-Tapajós-Staudamm, mitzuwirken und auf Kosten der Umwelt Profit zu machen. Der Bau dieses Megastaudamms würde Hunderte von Quadratkilometer Urwald überfluten und einen Stausee eineinhalb Mal so groß wie den Bodensee bilden. Das Methan, das von den überfluteten Urwälder gebildet wird, macht Staudämme alles andere als klimafreundlich. Der Staudamm könnte die Brut- und Futterstätten der Flussdelfine, Schildkröten, Fische und weiterer Tierarten, die im Fluss leben, massiv beeinträchtigen. Für manche kann der Damm auch das Aussterben bedeuten. An Land wären nicht nur die Lebensräume seltener Pflanzen und Tierarten bedroht - die Lebensgrundlage der Munduruku würde zerstört, ihre Dörfer und Gemeinden würden überflutet und für immer verloren.

Diese tragischen Auswirkungen auf Natur und Mensch bedeuten, dass zerstörerische Dämme in empfindlichen Ökosystemen wie dem Amazonas weit davon entfernt sind, "saubere" Energie zu produzieren - wie uns die Unternehmen weismachen wollen.

Das Munduruku-Volk

Die Munduruku sind ein indigenes Volk, das seit Jahrhunderten in den Urwäldern der Tapajós-Region lebt. Heute leben hier mehr als 12,000 Munduruku. Sie sind für ihre Nahrungsbeschaffung, Transport und das Überleben ihrer kulturellen und spirituellen Bräuche auf den Fluss angewiesen. Der Verlust des Flusses würde das Ende für ihre Art zu leben bedeuten. Daher kämpfen sie gegen die Dammprojekte in ihrer Region seit über 30 Jahren.

Nun bitten die Munduruku Menschen auf der ganzen Welt, sie unterstützen. Sie fordern von der brasilianischen Regierung die öffentliche Anerkennung ihres Territoriums. Bislang hat die Regierung den Prozess der Anerkennung der Landrechte hinausgezögert, wahrscheinlich um den Bau weiterer Staudämme zu erlauben. Aber die Munduruku erreichten vor Kurzem den ersten Schritt des Annerkennungsprozesses. Um ihn abzuschließen ist enormer Druck auf die Regierung notwendig. Wenn sich Tausende von Menschen überall auf der Welt hinter die Munduruku stellen, können wir gemeinsam das Munduruku-Land und die reiche Artenvielfalt bewahren, die das schlagende Herzen des Amazonas bilden.

Es gibt Alternativen

Regelmäßige und schwere Dürren in Brasilien beeinflussen bereits die Kapazität der Staudämme, Energie zu produzieren. Ähnliche Staudämme, wie der Belo-Monte-Staudamm, wurden außerdem unlängst mit Korruption in Verbindung gebracht: Eine potentielle Rufschädigung für die Unternehmen, die an dem Bau teilnahmen.

Statt des Hydrodammprojekts sind die brasilianische Regierung und Infrastrukturunternehmen besser beraten, in saubere und verantwortungsbewusste Energielösungen zu investieren, wie Solar und Wind. Projekte, die Solarenergie zu Schulen und kleinen Gemeinden in Brasilien bringen, revolutionieren bereits jetzt die Energieversorgung. Dank seiner riesigen Oberfläche verfügt Brasilien auch über großes Potential für Windenergie. Diese Energiealternativen bieten Brasilien am Ende mehr Energiesicherheit. Siemens sollte daher seine Expertise in den Ausbau von Wind- und Solarenergie in Brasilien einsetzen, anstatt die einzigartige Natur mit Betonmauern zu verbauen. Greenpeace fordert: Grüne Innovation statt Amazonas-Zerstörung!